Neujahrsempfang 2014

Pit Ehrenberg, Landratskandidat aus Senden                      Foto: Klaus Rederer

Ganz im Zeichen des Wahlkampfes stand der gemeinsame Neujahresempfang der Grünen aus Ulm, Neu-Ulmer und des Alb-Donau-Kreises.
von Andreas Brücken, NUZ 16.01.2014

Als Anführerin der grünen Stadtratsliste versprach Mechthild Destruelle den rund 200 Gästen im Petrussaal ein aufregendes Jahr, das von den bevorstehenden Kommunal- und Europawahlen gezeichnet sein werde.
Kreisvorstandsmitglied Benedikt Maier stellte in seiner Rede die Stärke der Grünen auf regionaler Ebene heraus. Denn im Unterschied zu den schlechten Bundestagswahlergebnissen könne seine Partei im direkten Kontakt mit den Wählern vor Ort Stück für Stück die Wahlkreise erschließen.

Dr. Detlef Kröger, OB-Kandidat             Foto: Klaus Rederer

Als Neu-Ulms Spitzenkandidat von SPD, Grünen, Freien Wählern und der FDP für das Bürgermeisteramt sprach Detlef Kröger als Hauptredner der Veranstaltung. Dabei habe er nur einen Einblick in sein umfangreiches Wahlprogramm gegeben, wie er sagte, als er von einer neuen Einladungskultur der Stadt sprach. "Miteinander ist mehr möglich" solle dabei der Leitsatz seiner Stadtregierung werden, so Kröger, der dafür ein Kompetenzteam einrichten will.

gut besuchter Petrussaal                Foto: Klaus Rederer

Seine Schnittmenge mit den Grünen hob Kröger durch die Vorstellung seiner Energiewende hervor. Zwar sei der Klimawandel ein globales Problem, die ökologische Stromversorgung der Zukunft sei dagegen regional. Gleicher Meinung wie Landrat Erich Josef Geßner sei Kröger bei der Frage der Asylpolitik im Landkreis: "Wir dürfen die Augen vor dem Leid der syrischen Flüchtlinge nicht verschließen."

Mechthild Destruelle, Kreisvorsitzende                     Foto: Klaus Rederer

Auch vom Landratskandidaten der Grünen, Pit Ehrenberg, bekam Geßner Zustimmung. Dieser lobte die Klimapolitik des CSU-Politikers und stellte fest, dass dieser Kurs gerade nach einem grünen Landrat schreien würde. Kritische Worte dagegen fand Ehrenberg gegenüber der Flüchtlingspolitik von Sendens Bürgermeister Kurt Baiker und dessen Illertisser Amtskollegin Marita Kaiser.

Kröger für kinderfreundliche Stadt

Künstler von der Neu-Ulmer Musikschule        Foto: Klaus Rederer

Neu-Ulm:Der Neu-Ulmer OB-Kandidat Dr. Detlef Kröger hat sich beim Neujahrsempfang der Grünen für eine kinderfreundliche Stadt Neu-Ulm ausgesprochen.
EDWIN RUSCHITZKA, SWP vom 16.01.2014

Wenn zwei Stadtverbände (Ulm und Neu-Ulm) und zwei Kreisverbände (Alb-Donau und Neu-Ulm) zum gemeinsamen Neujahrsempfang bitten, wollen natürlich viele sprechen - erst recht vor Kommunalwahlen. Und so mussten die Besucher des Grünen-Empfangs am Dienstagabend in Petrussaal insgesamt sieben Reden über sich ergehen lassen.

Rainer Juchheim, Fraktionsvorsitzender                     Foto: Klaus Rederer

Gespannt waren viele auf den Aufritt des Neu-Ulmer OB-Kandidats Detlef Kröger, der von SPD, Grünen, FDP und den Freien Wähler gemeinsam getragen wird. Eine kinderfreundliche Stadt und die Energiewende stellte Kröger dabei in der Mittelpunkt. Mit ihm als OB werde es eine "Einladungskultur" an alle geben, sich an der Kommunalpolitik zu beteiligen - gerade auch an Jugendliche und Kinder. Diese müssten bei Entscheidungen, die sie betreffen, ernsthaft eingebunden werden. Wie das zu bewerkstelligen ist, will er mit Hilfe eines Kompetenzteams herausfinden, das er um sich scharen will.

Birgit Schäfer-Oelmayer und Elke Reuther aus Ulm      Foto: Klaus Rederer

Kröger versprach, ein Kinder-und Jugendbüro und ein Jugendparlament einzurichten.Zur Umsetzung der Energiewende will Kröger einen runden Tisch einberufen, an dem die beiden Städte und die beiden Landkreise sitzen sollten. Gerade im Freistaat Bayern vermisst Kröger Ideen, "weil man von der CSU meist nur hört, was alles nicht geht".

Benedikt Maier, Alb-Donau.                 Foto: Klaus Rederer

Ein CSU-Politiker aber genießt auch in den Reihen der Grünen allerhöchstes Ansehen: der scheidende Neu-Ulmer Landrat Erich Josef Geßner. Wie Kröger lobte vor allem auch der Landratskandidat Pit Ehrenberg unter anderem dessen Einsatz für Flüchtlinge. Wie sich die Städte Senden und Illertissen Flüchtlingen gegenüber verhalten würden, sei beschämend und menschenverachtend. Ehrenberg betonte sogar, dass er die "gute und erfolgreiche Politik" Geßners fortsetzen werde, sollte er gewählt werden.

lockerer Ausklang                 Foto: Klaus Rederer

Neben diesen beiden Hauptrednern sprachen auch die Neu-Ulmer Kreisvorsitzende Mechthild Destruelle, der Neu-Ulmer Fraktionsvorsitzende Rainer Juchheim, dessen Ulmer Kollegin Birgit Schäfer-Oelmayer, die Ulmer Vorsitzende Elke Reuther und Benedikt Maier vom Kreisverband Alb-Donau.

Norbert Wartha, Helmut Meisel                 Foto: Klaus Rederer

Die Helden des Ausschanks

Vielen Dank an Norbert, Helmut und all die vielen anderen fleißigen Helferinnen und Helfer, die ein gutes Gelingen der Veranstaltung überhaupt erst möglich gemacht haben.