Ein Jahr in Westafrikas "Goldküste" Ghana

Dienstag 13.03.2012 im GRÜNEN Haus von und mit Daniel Thebaud

Daniel und seine Schüler

Wer am Dienstagabend im grünen Haus noch einen Sitzplatz ergatterte, bekam einen kurzweiligen und interessanten Vortrag der mit zahlreichen Bildern und Videos geboten, der von Religion über Kultur, bis hin zu Alltagsproblemen eines Entwicklungslandes, die unterschiedlichsten Aspekte Ghanas beleuchtete. "Mir war wichtig, dass am Ende des Abends nicht nur ein 'Oh ist das alles schrecklich' oder nur die Bilder der traumhaften Natur hängen bleiben" so Daniel Thébaud, der ein Schuljahr lang in Ghana unterrichtet hat und auch heute noch regelmäßig das Land besucht.

... vom wilden Affen gebissen

So wurden bei dem Vortrag auch kritische Themen wie der Sklavenhandel, der Goldabbau und Krankheiten wie die Malaria nicht ausgeklammert, aber auch Erfolgsgeschichten wie die das Ökotourismusprojekt der Green Turtle Lodge, die nicht nur Urlaub an einem Traumstrand bietet, sondern gleichzeitig de Schutz der vom Aussterben bedrohten Wasserschildkröten verschrieben hat oder den zahlreichen Nationalparks mit Affen, Elefanten und Krokodilen und natürlich der Computerunterricht den 'Sir Daniel', wie ihn seine Schüler noch heute nennen, in Ashaiman gab. Getreu dem Motto der Bibliothek der ehemaligen Sklavenburg Cape Coast Castle: "Education is the most powerful weapon a child can have."

... das traut sich nicht jeder!

Ein Jahr in Westafrikas "Goldküste" Ghana -Ein Erlebnisbericht

Dienstag den 13. März um 19:00 Uhr im "Grünen Haus" -Bockgasse 2 in Ulm

Daniel Thebaud hat von 2008-2009 ein Jahr lang in einer Berufsschule in Ghana Computerunterricht gegeben und war auch danach immer wieder dort und hat ein Land voller Gegensätze erlebt: Von den einfachen Lehmhütten über die Shopping Mall in der Hauptstadt, die einem amerikanischen Shopping Center in nichts nach steht. Von Traumstränden über Slumgebiete, vom riesigen Akosombo-Staudamm, der ganz Ghana (zumindest meistens) mit Strom versorgt, über die staubigen Schlaglochpisten in den Norden, von Sklavenburgen über Goldminen bis hin zu erst kürzlich entdeckten Ölvorkommen, die die Zukunft Ghanas massiv verändern könnten. Er hat in Ghana nicht nur jede Menge interessante Sehenswürdigkeiten und exotische Tiere gesehen, sondern auch zahlreiche interessante Menschen kennen gelernt und aus dem Jahr Ghana nicht nur eine anständige Malaria sondern auch jede Menge Bilder und Geschichten aus der ehemaligen britischen Kolonie nach Deutschland mitgebracht. Was macht ein deutscher ausgemusterter Malertransporterwagen mitten in Ghanas Hauptstadt? Warum platzt plötzlich ein Nestlé-Promotion-Team mitten in unseren Unterricht? Und wieso bekomme ich im kleinen Laden um die Ecke H-Milch aus Deutschland aber keine aus Ghana angeboten? Wie fühlt es sich an einem Krokodil am Schwanz zu ziehen, ghanaisches Bier zu trinken oder einem Elefanten in Freier Wildbahn gegenüberzustehen? Was haben die G8-Reform und das ghanaische Schulsystem gemein und wie unterrichtet es sich Computer in einem Land in dem das NEPA-Prinzip gilt? (Never Expect Power Allways) Wie campt es sich allein mitten im Urwald? Wie leben Muslime, Christen und Menschen die an Naturreligionen und an Voodoo glauben zusammen? Diese Fragen wird Daniel kurzweilig mit zahlreichen Bildern, Ausschnitten und Musik aus Ghana beantworten, wer da lieber den großen Zapfenstreich für Christian Wulff im TV anschaut ist selber schuld. (Einen ersten Vorgeschmack bieten die Bilder und Newsletter auf www.dthe.net ) zurück